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Briloner Zeitungsarchiv wächst weiter

Als eines der wenigen Archive im Hochsauerlandkreis verfügt das Stadtarchiv Brilon über einen großen Bestand an Zeitungen seit dem Jahr 1842. Die ältesten Zeitungen sind das Wochenblatt für den Kreis Brilon und der Sauerländer Anzeiger. Auch die aktuellen Zeitungen wie Westfalenpost und Sauerlandkurier und der seit mehreren Jahren eingestellte Briloner Anzeiger werden im Haus Goldberg an der Gartenstraße gesammelt.

In Kooperation mit der Universität Münster wurden im vergangenen Jahr 100 Bände des Altbestandes für das Projekt Zeit.Punkt NRW ausgewählt. Sie werden derzeit digitalisiert und stehen voraussichtlich ab Mitte 2024 im Zeitungsportal NRW zur Recherche zur Verfügung.

Das vom Land NRW geförderte Projekt digitalisiert Lokalzeitungen aus NRW im Zeitraum von 1801 bis 1945 und präsentiert sie in laufender Erweiterung der breiten Öffentlichkeit. (https://zeitpunkt.nrw).

Mit der Übernahme des Westfalenpost-Archives der Jahrgänge 1950 bis 2019 im Sommer 2023 ist das Briloner Zeitungsarchiv weitergewachsen. 

Neben der Arbeit am Zeitungsbestand machte das Thema „Kinderverschickung“ eine Vielzahl von Anfragen im Briloner Stadtarchiv aus. Von den Eltern wurden sie zur Erholung an die Nordsee, in den Schwarzwald oder ins Sauerland geschickt. Doch für zahlreiche Kinder wurden diese Kinderkuren zum Trauma. Nun wird dieses dunkle Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte aufgearbeitet. Die Betroffenen nutzen insbesondere die städtischen Archive zur Recherche, so auch in Brilon. 

Mit 977 Besuchern und 1.996 Anfragen (unter anderem Nachlass- und Familienforschung) verzeichnet die Briloner Einrichtung gegenüber dem Vorjahr erhebliche Nutzungssteigerungen. Das Stadtarchiv steht allen Interessierten offen. Weitere Informationen zum Service und den kompletten Jahresbericht des Stadtarchivs findet man auf der Webseite www.stadtarchiv-brilon.de.